Mückenschutz für das Baby

Leider machen Mücken auch vor Babys nicht halt. Selbst die kleinsten sind vor Mückenstichen nicht sicher. Babys leiden unter Mückenstichen auch gleich noch mal viel mehr als ältere Kinder oder Erwachsene, die wenigstens verstehen, warum auf einmal alles juckt. Daher fragen sich viele Eltern, was der beste Mückenschutz für ein Baby ist.

Mückenschutz Baby

Ein Baby vor Mücken zu schützen ist gar nicht so leicht. Zum Glück sind Mückenstiche aber hierzulande nicht gefährlich. Daher ist es zwar nicht schön, aber immerhin auch kein Weltuntergang, wenn das Kleine doch einmal gestochen wird. Wenn es auf Reisen geht, gilt dies natürlich nicht immer.

Repellentien für Babys?

Die gängigste Methode sich gegen Mücken zu schützen besteht darin, sich mit einem Mückenschutzmittel einzureiben. Viele Eltern sind da aber zu recht vorsichtig, wenn es um Säuglinge und kleine Kinder geht. Schadstoffe in Repellentien, die unsere Haut relativ gut ab kann, können durch die dünne Babyhaut in den Organismus des kleinen Kindes gelangen. Deswegen sind Repellentien für Babys viel ungesünder als für uns große Menschen. Außerdem muss man auch daran denken, dass sich Babys häufig die Hände (und Arme, Füße, etc.) in den Mund stecken und so ein Repellent ablecken könnten.

Repellentien mit dem Wirkstoff DEET sind zum Beispiel erst für Kinder ab 8 Jahren zugelassen. Mittel, die Icaridin als Wirkstoff haben, sind nicht ganz so gesundheitsschädlich. Allerdings sollte man auch diese frühestens ab 2 Jahren verwenden.

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IR 3535 (Ethylbutylacetylaminopropionat) ist zum Beispiel in Ballistol Stickfrei Kids enthalten. Laut Hersteller kann man dieses Mittel schon ab einem Alter von 2 Monaten anwenden. In der Regel wird aber empfohlen, Repellentien mit diesem Wirkstoff erst ab dem ersten Geburtstag zu verwenden.

Es gibt auch pflanzliche Wirkstoffe in Repellentien, zum Beispiel ätherische Öle (wie Citronella). Hier gibt es in der Regel keine Altersbeschränkung. Trotzdem sollte man auch diese Mittel nicht einfach bei einem Baby verwenden. Ätherische Öle können Haut- und Schleimhautreizungen sowie allergische Reaktionen verursachen.

Repellentien sind für Babys also eher nicht zu empfehlen. Wenn man dies aber unbedingt tun möchte, erkundigt man sich am besten noch mal beim Kinderarzt, ob es nicht doch möglich ist, ein Repellent anzuwenden.

Hausmittel

Da Repellentien nicht in Frage kommen, verlassen sich viele Eltern auf Hausmittel. Die Wirksamkeit ist bei den meisten aber nicht besonders hoch und auch bei sogenannten „natürlichen Mitteln“ sollte man sich erst mal erkundigen, ob diese nicht doch schädlich für das Baby sein könnten.

Ätherische Öle werden nicht nur auf die Haut aufgetragen um Mücken abzuschrecken, man kann auch einige Tropen Lavendelöl (manchmal werden auch andere Öle empfohlen) in eine Schale mit Wasser geben und diese in das Zimmer stellen. Diese sollte aber auch nicht zu nah am Baby sein (manche meinen nicht mal im selben Zimmer), da ätherische Öle auch die Atemwege reizen können.

Auch etwas Essig oder Zitronensaft in einer Wasserschale soll Mücken vertreiben. Hier sollte es keine gesundheitlichen Bedenken geben (wenn das Baby nicht an die Schale ran kommt), allerdings ist auch die Wirksamkeit umstritten.

Harmlos und oft gelobt, sind Tomatenpflanzen. Wenn man sich diese auf die Fensterbank stellt, werden angeblich Mücken abgewehrt. Es gibt auch noch weitere Pflanzen, die gegen Mücken helfen sollen.

Insektenvernichter und Mückenstecker

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Insektenvernichter töten Mücken, die sich in das Haus gewagt haben, mithilfe eines Stromschlages. Die Geräte müssen nach deutschem Recht ein Berührungsschutz haben (ein Gestell aus Kunststoff oder einen geerdeten Metallkäfig). Allerdings ist dieser Berührungsschutz nicht für kleine Babyfinger entworfen und man sollte auf jeden Fall nachsehen, ob auch Kinderhände nicht in den Insektenvernichter hinein fassen können. Am besten stellt man die Geräte außer Reichweite von Kindern auf.

Insektenvernichter funktionieren so, dass Insekten (nicht nur Mücken) von UV-Licht angelockt werden sollen. Wenn man so ein Gerät in einem Zimmer benutzt, in dem sich auch ein Baby aufhält, sollte man darauf achten, dass das Baby nicht direkt in die Lampe schauen kann, da dies nicht gut für die Augen ist.

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Mückenstecker sind nicht unbedingt das Mittel erster Wahl, wenn ein Baby mit im Zimmer ist. Mückenstecker gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen: Biozidverdampfer sind zwar recht wirksam, stoßen aber schädliche Chemikalien aus und sollten daher nicht bei einem Baby im Zimmer sein. Ultraschallgeräte stören ein Baby nicht und können problemlos verwendet werden. Allerdings muss man bei diesen Geräten selbst testen, ob einem die Wirksamkeit reicht.

Moskitonetze und Fliegengitter

Ein geeignetes Moskitonetz ist der beste und einfachste Mückenschutz für ein Baby.

Mit imprägnierten Moskitonetzen muss man allerdings vorsichtig sein. Diese schützen zwar besser gegen Mücken, allerdings sollten Babys die Moskitonetze nicht in den Mund nehmen, da die Imprägnierung nicht gesund ist. Da es in der Praxis schwer ist, Babys davon abzuhalten etwas in den Mund zu nehmen, sollte man besser auf die Imprägnierung verzichten.

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Über einem Babybett gibt es oft genug einen Himmel. Hier lässt sich der Stoff leicht durch ein Moskitonetz austauschen, so dass das Baby wenigstens im Schlaf gut gegen Mücken geschützt ist. Oft sieht man diesen Moskitonetzen für Babybetten nicht einmal an, dass sie zur Mückenabwehr gedacht sind.

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Wenn man Betthimmel nicht gerne mag, gibt es aber auch praktische Moskitonetze, die man einfach über ein Babybett legen kann.

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Für Reisebetten ist oft ein ganzer Betthimmel gar nicht notwendig (es wäre auch unpraktisch so etwas Großes mit auf die Reise zu nehmen), da Reisebetten an den Seiten sowieso schon ein Gitter oder Stoff haben. Hier gibt es Varianten, die man gut mitnehmen und unterwegs benutzen kann.

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Insektenschutzgitter gibt es natürlich auch für Kinderwagen und Babyschalen, so dass das Baby auch unterwegs und nicht nur im Bett gut geschützt ist.

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Fliegengitter vor Türen und Fenster schützen zusätzlich das Haus vor Mücken.

Kleidung

Noch einfacher als Moskitonetze und Fliegengitter ist ein Mückenschutz mit der richtigen Babykleidung. Lange und helle Kleidung hält schon viele Mücken ab und da Babys sowieso nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden sollen, ist dies die richtige Kleidung eine gute Methode um ein Baby vor Mückenstichen zu schützen. Bei imprägnierter Kleidung sollte man sich aber die gleichen Gedanken wie bei imprägnierten Moskitonetzen machen.

Mückenschutz für das Baby in den Tropen

Die bisherigen Tipps gelten hauptsächlich für Zuhause, bzw. für Urlaub in Regionen, in denen Mücken zwar lästig sind, aber nicht gefährlich. Wenn man einen Tropenurlaub plant, sollte man mit dem Kinderarzt absprechen, wie man das Baby vor gefährlichen Krankheiten im Reiseland (wie Malaria oder Dengue-Fieber) schützt und welcher Mückenschutz für das Baby angewendet werden kann.